Epilepsie und Angst

Jun 29, 2023 | seelische Aspekte bei Epilepsie | 0 Kommentare

Epilepsie und Angst

Jun 29, 2023 | 0 Kommentare

Epilepsie und Angst: Welche Auswirkungen kann Angst bei Epilepsie haben und was kannst du gegen deine Ängste unternehmen?

Angst ist eine Emotion, die jedem von uns bekannt ist. Sie kann einen in gewissen Situationen schützen, aber wenn sie außer Kontrolle gerät, kann sie einen auch stark beeinträchtigen.

In diesem Artikel möchte ich mich mit dem Thema Angst in Zusammenhang mit der eigenen Epilepsie sowie den Auswirkungen dieser Angst befassen, die damit verbundenen Symptome erkunden und schließlich einige Möglichkeiten aufzeigen, dieser Angst zu begegnen, um deine Lebensqualität zu verbessern.

Inhaltsverzeichnis

Die schädlichen Auswirkungen von Angst auf dich

Angst kann in vielen Bereichen des eigenen Lebens schädlich sein.

Sie kann deine körperliche Gesundheit beeinträchtigen, deine Beziehungen belasten und deine berufliche Entwicklung behindern.

Durch die ständige Besorgnis und Unsicherheit kann Angst zu einem Hindernis für persönliches Wachstum und Glück werden.

Symptome von Angst

Angst äußert sich in einer Vielzahl von Symptomen, die von Person zu Person unterschiedlich sein können. Sie kann sich sowohl in körperlichen als auch in psychischen Symptomen äußern.

Zu den häufigsten körperlichen Symptomen gehören

  • Herzklopfen
  • Atembeschwerden
  • Schweißausbrüche
  • Magen-Darm-Probleme
  • Schlafstörungen
  • Schwindel
  • Konzentrationsprobleme

Darüber hinaus können Angstzustände auch psychische Auswirkungen haben, wie

  • innere Unruhe
  • Nervosität
  • Panikattacken

Auch in meinem Leben als Epileptikerin ist die Angst schon lange und auch immer mal wieder ein nicht zu unterschätzendes Thema. Dies betrifft vor allem die Angst vor Anfällen, die Angst die Kontrolle über den eigenen Körper zu verlieren.

Daher liegt mir dieser Beitrag auch sehr am Herzen. Epilepsie kann nämlich neben physischen Auswirkungen auch starke emotionale Auswirkungen haben.

Viele Epileptiker und Epileptikerinnen leben mit diversen Ängsten, die sich auf verschiedene Aspekte ihres Lebens auswirken können. Daher kommen wir nun zu Möglichkeiten, dieser Angst zu begegnen.

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So bewältigst du deine Angst

So verschieden jeder einzelne Mensch und so unterschiedlich jede Epilepsie ist, so verschiedene Ängste gibt es auch, die einen als Epileptiker und Epileptikerin betreffen können. Epilepsie und Angst sind leider oft eng verbunden.

Viele Epileptiker und Epileptikerinnen leben in ständiger Sorge vor dem Auftreten eines Anfalls. Die Angst, dass ein Anfall jederzeit und an jedem Ort auftreten könnte, kann zu erheblichem Stress und Einschränkungen im Alltag führen. Der Verlust der Kontrolle über den eigenen Körper während eines Anfalls kann zu einem Gefühl der Hilflosigkeit und Unsicherheit führen.

Daher erkenne und akzeptiere deine Angst:

Der erste Schritt zur Bewältigung von Angst ist die bewusste Anerkennung und Akzeptanz der eigenen Gefühle. Indem du deine Angst annimmst und verstehst, dass sie ein normaler Bestandteil des menschlichen Lebens ist, kannst du einen wichtigen Schritt in Richtung ihrer Überwindung machen.

Informiere dich über deine Epilepsie:

Wissen gibt Sicherheit. Informiere dich genau über deine Epilepsie und deine individuellen Anfallsauslöser und beschäftige dich mit deiner Angst, um ein besseres Verständnis dafür zu entwickeln.

Super! Da du gerade diesen Blogartikel liest, bist du schon dabei, dich zu informieren und mit deiner Epilepsie auseinanderzusetzen. Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Finde Unterstützung:

Sehr wichtig ist auch, dass du Menschen in deinem Leben hast, denen du vertraust, die dich unterstützen und genau so lieben, wie du bist.

Für mich ist dies sogar einer der wichtigsten Punkte, den ich mir auch immer wieder bewusst mache. Mein Lebensgefährte und meine Familie sind eine riesige Stütze für mich und ich konnte und kann mich immer auf sie verlassen.

Ebenfalls sehr wichtig ist, dass du professionelle Unterstützung durch einen Neurologen hast, dem du vertraust. Der sich Zeit nimmt und verständnisvoll ist.

Auch der Austausch mit anderen Betroffenen ist sehr wichtig.

Epilepsie und Angst Austausch mit Betroffenen

Entwickle Bewältigungsstrategien:

Finde heraus, welche Bewältigungsstrategien für dich am besten funktionieren.

Das kann Meditation, Atemübungen, regelmäßige körperliche Aktivität oder das Schreiben eines Tagebuchs umfassen.

Wunderschön sind die Tagebücher von Lebenskompass*. Sie sind hübsch gestaltet und sehr hochwertig. Einfach schön anzusehen und es macht Freude, diese Tagebücher regelmäßig zur Hand zu nehmen.

Experimentiere und finde heraus, welche Methoden dir helfen, deine Ängste zu reduzieren und dich zu beruhigen.

Verändere deine Denkmuster:

Oft verstärken negative Denkmuster unsere Ängste. Versuche, deine Denkweise bewusst zu verändern und realistischere und positivere Gedanken zu kultivieren.

Positive Affirmationen und das Praktizieren von Achtsamkeit können dir helfen, negative Denkmuster zu durchbrechen.

Auch hier hat die Firma Lebenskompass wunderschön gestaltete Achtsamkeitskarten*. Du merkst, die Produkte von Lebenskompass haben es mir angetan. 🙂

Jeden Tag freue ich mich darauf, eine neue Karte zur Hand zu nehmen, um etwas Selbstliebe zu praktizieren und Stress zu reduzieren.

Nimm dir Zeit für Selbstfürsorge:

Es gab eine Zeit, da habe ich alle Antiepileptika verflucht. Ich habe die Schuld, dass es mir körperlich und emotional so schlecht ging, hauptsächlich den Medikamenten zugeschrieben.

Letztendlich musste ich mir eingestehen, dass nicht die Tabletten Schuld sind, sondern ich selbst, meine Lebensführung. Dass ich in der Vergangenheit viel zu wenig Selbstfürsorge betrieben habe und nicht geschaut habe, wie ich meinen Körper ganzheitlich unterstützen kann.

Seit ich den neuen Weg beschreite, sehe ich die Antiepileptika eher als meine Verbündeten, meine Helfer in meinem Leben mit Epilepsie.

Und das ist ein wichtiger Tipp, den ich auch dir geben möchte.

Ja, Antiepileptika können Nebenwirkungen haben, aber wenn du weißt, wie du deinen Körper entlasten und bei der Entgiftung unterstützen kannst, hast du einen großen Schritt nach vorne gemacht.

Die Antiepileptika können dabei helfen, Ängste zu mindern, da sie vielen bei regelmäßiger Einnahme eine gewisse Sicherheit liefern.

Angst kann uns körperlich und emotional erschöpfen. Es ist daher sehr wichtig, regelmäßig Zeit für Selbstfürsorge einzuplanen.

Priorisiere gesunde Gewohnheiten wie ausreichend Schlaf, eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und Aktivitäten, die dir Freude bereiten. Viele hilfreiche Tipps hierzu teile ich auch in meinem Blog.

Wenn du Angst bekommst,
wird dein Blick eng und du fokussierst.

Versuche dich in so einem Moment bewusst umzuschauen,
öffne deine Augen weit, mache einige tiefe Atemzüge
und sage dir selbst: Ich bin sicher!

Fazit

Hast du auch mit Ängsten zu kämpfen? Damit bist du nicht allein. Geschätzt 40 Millionen Menschen leiden unter Angstzuständen.

Um die eigenen Ängste zu bewältigen, ist es daher wichtig, sich über die eigene Epilepsie gut zu informieren. Es ist wichtig zu verstehen, dass es Wege gibt, um mit diesen Ängsten umzugehen und die Lebensqualität zu verbessern. Durch Unterstützung, eine gute medizinische Betreuung, regelmäßige Einnahme von Medikamenten, aber vor allem die Beachtung von gesunden Lebensgewohnheiten kannst du deine Ängste reduzieren und dadurch dein Vertrauen in den eigenen Körper stärken.

Es ist entscheidend, sich nicht von der Angst kontrollieren zu lassen, sondern aktiv daran zu arbeiten, ein erfülltes und zufriedenes Leben mit Epilepsie zu führen.

Denke auch daran, dass es ein Prozess ist, und sei geduldig mit dir selbst während dieses Weges.

Möchtest du mehr grundlegende Informationen über die Krankheit Epilepsie haben, dann lies dir gerne meinen Blogbeitrag „Was ist Epilepsie?“ durch, in dem ich genauer darauf eingehe.

Schreibe gerne in die Kommentare, wenn du selbst schon Erfahrung mit Ängsten gemacht hast und vielleicht noch weitere hilfreiche Tipps hast, die nicht aufgeführt sind.

Liebe Grüße

Sarah

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