Migräne und Epilepsie

Juli 25, 2025 | über Epilepsie | 0 Kommentare

Migräne und Epilepsie

Juli 25, 2025 | 0 Kommentare

Wie hängen sie zusammen?

Wenn du an Migräne oder Epilepsie leidest – oder beidem -, fragst du dich vielleicht: Gibt es da einen Zusammenhang? Und wie kannst du mit den Symptomen besser umgehen? In diesem Artikel über Migräne und Epilepsie bekommst du Antworten auf genau diese Fragen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Migräne überhaupt?

Migräne ist viel mehr als „nur“ Kopfschmerzen. Sie ist eine neurologische Erkrankung, bei der es zu starken, oft einseitigen Kopfschmerzen kommt. Diese können von Übelkeit, Lichtempfindlichkeit, Geräuschempfindlichkeit und Sehstörungen begleitet sein.

Manche Menschen erleben sogar eine sogenannte Aura, also visuelle oder sensorische Wahrnehmungsveränderungen, noch bevor die eigentlichen Kopfschmerzen einsetzen.

Migräne tritt in Episoden auf, die Stunden oder sogar Tage andauern können. Zwischen den Episoden kannst du dich völlig gesund fühlen.

Nervennahrung Banner

Gibt es Zusammenhänge zwischen Migräne und Epilepsie?

Ja, es gibt tatsächlich Zusammenhänge – sowohl bei den Symptomen als auch auf biologischer Ebene.

Migräne und Epilepsie gelten beide als sogenannte episodische neurologische Störungen. Das heißt: Sie treten in wiederkehrenden Episoden auf und beruhen auf Veränderungen in der elektrischen Aktivität deines Gehirns.

Gemeinsame Merkmale:

  • Beide Erkrankungen haben oft Trigger, also Auslöser (z. B. Stress, Schlafmangel, bestimmte Nahrungsmittel oder hormonelle Schwankungen).
  • Es gibt genetische Überschneidungen – einige Menschen sind sowohl für Migräne als auch Epilepsie veranlagt.
  • Die Aura bei Migräne kann manchmal mit einem epileptischen Anfall verwechselt werden – und umgekehrt.

Kann Migräne Epilepsie auslösen?

In seltenen Fällen, ja. Es gibt ein spezielles Phänomen namens Migralepsie, bei dem ein epileptischer Anfall direkt nach einer Migräneaura auftritt. Das ist allerdings selten. Wichtig ist hier die genaue Diagnose, denn nicht jede Migräneaura führt zu einem epileptischen Anfall.

Und umgekehrt – kann ein epileptischer Anfall Migräne auslösen?

Das ist tatsächlich häufiger der Fall. Viele Menschen berichten, dass sie nach einem Anfall eine sogenannte postiktale Migräne erleben. Der Begriff „postiktal“ bedeutet „nach dem Anfall“.

Dein Gehirn braucht nach der Übererregung durch den Anfall eine Art „Cool-down-Phase“, in der dann häufig Kopfschmerzen auftreten, die migräneähnlich sein können.

Damit habe ich auch schon einige Erfahrung gemacht. Wenn ich einen großen Anfall hatte, sind die Kopfschmerzen hinterher recht extrem. Mir hilft dann am besten erstmal ganz viel Ruhe und Dunkelheit und eine Migränemaske. Weiter unten erfährst du mehr darüber.

Designshop Banner

Ist Migräne das gleiche wie Kopfschmerzen?

Nein, das ist ein weit verbreitetes Missverständnis. Migräne ist keine gewöhnliche Kopfschmerz-Erkrankung. Spannungskopfschmerzen sind in der Regel weniger intensiv, betreffen meist beide Kopfseiten und gehen nicht mit neurologischen Symptomen wie Übelkeit oder Lichtempfindlichkeit einher.

Was hilft gegen Migräne?

Du kannst die Häufigkeit und Intensität der Migräneattacken reduzieren und im Akutfall Linderung schaffen:

Im Akutfall:

  • Kühlende Migränemasken: Sie wirken entzündungshemmend, beruhigen die überreizten Nerven und können dir helfen, die Schmerzen schneller zu lindern.

Lies hier meinen Bericht über eine kühlende Migränemaske, die ich mehrere Wochen getestet habe, und mein Fazit dazu.

  • Ruhe und Dunkelheit: Zieh dich zurück in einen ruhigen, abgedunkelten Raum. Vermeide Reize.
  • Schmerzmittel: Ibuprofen, ASS oder spezielle Migränemittel können helfen. Falls du auch an Epilepsie leidest, achte darauf, dass sich die Medikamente mit deinen Antiepileptika vertragen.

Vorbeugung:

  • regelmäßiger Schlafrhythmus
  • Stressreduktion, z. B. durch Meditation, Yoga oder Achtsamkeit
  • Migränetagebuch führen, um deine Trigger zu erkennen
  • In schweren Fällen: medikamentöse Prophylaxe (in Absprache mit deinem Arzt oder deiner Ärztin)

Fazit

Migräne und Epilepsie haben mehr gemeinsam, als du vielleicht denkst, auch wenn sie zwei unterschiedliche Krankheitsbilder sind. Sie können sich gegenseitig beeinflussen, und beide erfordern Aufmerksamkeit und gute Selbstbeobachtung.

Wenn du häufiger unter Migräne leidest, lohnt es sich, gezielt Strategien zur Linderung und Vorbeugung zu entwickeln – von der kühlenden Migränemaske bis hin zu medizinischer Unterstützung.

Bleib achtsam mit dir und deinem Körper, und such dir ärztliche Hilfe, wenn du dir unsicher bist.

Hast du auch mit Migräne zu kämpfen? Hinterlasse gerne einen Kommentar und berichte, was dir am besten hilft.

Liebe Grüße

Sarah

Das könnte dich auch interessieren:

0 Antworten zu „Migräne und Epilepsie“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*Affiliate-Link: Wenn du über diesen Link etwas kaufst, bekomme ich eine kleine Provision, um diesen Blog zu finanzieren. Für dich entstehen dadurch natürlich keine Mehrkosten. Auch beeinflusst es in keinster Weise meine Empfehlungen für bestimmte Anbieter oder Produkte. Ich empfehle nur Dinge, die ich selbst für gut befunden habe.

choose language »